• Sensationeller Wahlsieg der SP Bezirk Laufenburg

    Der Wahlsonntag vom 23. Oktober war für die Sozialdemokratische Partei im Bezirk Laufenburg auf ganzer Linie ein riesiger Erfolg! Das erklärte Ziel den Sitz von Elisabeth Burgener zu halten und den Wähleranteil leicht zu steigern, wurde mit einem Plus von 4.82% (auf neu 18.87%) und einem zweiten Sitz im Kantonsparlament sensationell übertroffen.

    Mit Colette Basler (Zeihen, neu) und Elisabeth Burgener Brogli (Gipf-Oberfrick, bisher) sendet die SP Bezirk Laufenburg eine Delegation geballter Ladung Frauenpower, Sachkompetenz und Konstruktivität nach Aarau. Die Freude ist riesig!

    Gemeinsam mit den beiden Grossrätinnen setzt sich die ganze Partei in den kommenden vier Jahren für ein Ende der Abbauwut und mehr Lebensqualität ein. Für den Aargau, für das Fricktal, für den Bezirk Laufenburg.

    Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung der zahlreichen Helferinnen und Helfer und besonders für das Vertrauen der Wählerschaft!

    Die Bezirkspartei gratuliert zudem Urs Hofmann zu seiner Wiederwahl mit dem Glanzresultat von mehr als 94’000 Stimmen. Yvonne Feri hat mit rund 47’000 Stimmen ein tolles Resultat erzielt. Im zweiten Wahlgang vom 27. November unterstützen wir sie tatkräftig und helfen mit den zweiten linken Sitz in der Aargauer Regierung zu sichern.

  • Mitwirkungsverfahren zu den Aushubdeponien im Oberen Fricktal

    Die SP Bezirk Laufenburg hat sich am Mitwirkungsverfahren für den geplanten Richtplaneintrag beteiligt und sich mit folgender Begründung gegen die Umzonung der Landwirtschaftsgebiete im Buech (Gemeinde Herznach) zum Deponiegelände ausgesprochen.

     

    1. Das betroffene Gebiet ist Teil des Juraparks Aargau, Wildwechsel- und Naherholungsgebiet für die gesamte Region. Das Projekt der Aushubdeponie steht in krassem Konflikt mit den Nachhaltigkeitszielen des Juraparks.

     

    1. Durch die Deponie entsteht ein massives Mehrverkehrsaufkommen primär für die Gemeinden Ueken und Zeihen. Beide Gemeinden erfahren keinen Nutzen durch die Deponie und geniessen darüber hinaus kein Mitspracherecht. Dieses obliegt in erster Linie der Gemeinde Herznach.

     

    1. Die SP Bezirk Laufenburg erkennt keinen nachhaltigen, volkswirtschaftlichen Nutzen aus der Deponie, sondern nur die Gewinnoptimierung für private Aushubunternehmen. Die kantonalen Vorgaben sehen vor, dass der Aushub regional gelagert wird und deshalb kein Import aus anderen Gebieten erfolgen soll. Damit die Anlage im Buech rentabel betrieben werden kann, muss jedoch zwingend mind. 30% Aushub aus anderen Kantonen und dem unteren Fricktal importiert werden. Somit werden beide Aspekte missachtet.

     

    1. Das intransparente Selektionsverfahren für die Deponiestandorte erweckt den Zweifel an der tatsächlichen Verträglichkeit für Umwelt und Bevölkerung. Es steht der Verdacht im Raum, dass nur wirtschaftliche Aspekte den Ausschlag für die Standortwahl gegeben haben.

     

    1. Bei Deponien solcher Grössenordnung entsteht immer ein Schaden für Natur und Anwohner, dass dabei einzelne Unternehmen kräftig mitverdienen ist gesamtwirtschaftlich fragwürdig. Die möglicherweise resultierenden Steuermehreinnahmen fliessen umgehend in die Renovation der massiv befahrenen Zufahrtsstrassen. Zudem erleiden die Gemeinden als Wohnstandorte einen Attraktivitätsverlust und die Liegenschaftseigentümer erfahren eine Wertverminderung ihrer Immobilien.

     

    Für die SP Bezirk Laufenburg steht fest: Deponien braucht es ausserhalb von Siedlungsgebieten und unter kürzester Anbindung an Schnellstrassen und Autobahnen. Die Politik hat sich dafür einzusetzen, dass die Wiederaufbereitung von Aushub weiter vorangetrieben wird und möglichst wenig Veränderung für Umwelt und Natur entsteht. Die Emissionen durch Lärm und Verkehr sind auf ein Minimum zu reduzieren, für die entstehenden Kosten haben ausnahmslos die Verursacher, also die Betreiberfirmen und Zulieferer aufzukommen.

     

    Wer sich ebenfalls am Verfahren beteiligen möchte, tut dies bis spätestens 20. Januar 2017 unter: https://www.ag.ch/de/bvu/raumentwicklung/richtplanung/mitwirkungsformular_deponiestandorte_fricktal_regio/mitwirkungsformular_deponiestandorte_fricktal_regio_1.jsp

     

    Weitere Informationen zum Projekt „Buech“ in Herznach finden sich auf: http://erhalt-buech.ch/

  • Vom Rüebli- zum Sparkanton: Eine Tragödie in mehreren Akten

    „Bildung ist teuer, Jugendliche ohne Lehrabschluss und Arbeit werden wir nicht mehr zu bezahlen vermögen!
    Der VSSM (Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten) im Aargau setzt sich dafür ein, dass neben den Bezirks- und Sekundarschülern auch die Realschüler eine Schreinerlehre noch erfolgreich bestehen können. Ohne das Pflichtfach GTZ wird dies für die Absolventen dieser Niveaustufe fast nicht mehr möglich sein. Welche Lehrstellen sollen Realschüler noch anstreben?“ Diese Zeilen schreibt der Verband unter anderen zum Thema „Sanierungsmassnahmen“ bei der Bildung.

    Als Reallehrerin kann ich diese Worte nur bestätigen: Unsere SchülerInnen, welche in ihrer Berufswahl bereits eingeschränkt sind, würden mit der Streichung der GTZ Stunden zusätzlich benachteiligt.
    Im Sommer entlasse ich eine 4. Realklasse ins Berufsleben. Ich wünsche mir, dass alle eine Lehrstelle finden. Auch diese Jugendlichen sind unsere Zukunft, auch sie haben es verdient, dass wir ihnen eine faire Chance geben.
    Wenn Junge es nicht schaffen, in unserer Gesellschaft zu bestehen, weil man ihnen in der Primarstufe bereits Stunden gekürzt hat, weil sie weniger Deutschzusatzlektionen haben, oder eben kein GTZ, weil sie in bis ans Limit aufgefüllten Klassen sitzen, sodass man sie übersieht, oder weil ihre Lehrpersonen am steigenden Druck zerbrechen und „burnt out“ sind, dann werden aus diesen Jugendlichen unselbständige Erwachsene, die die Allgemeinheit um ein Vielfaches teurer kommen als die angestrebten kantonalen Massnahmen im Bildungsbereich an Sparpotenzial suggerieren.

    Wir müssen langfristig denken und in unsere Jugend investieren: Jeder eingesparte Franken wird direkte oder indirekte Mehrausgaben zur Folge haben, die die Gemeinschaft zu stemmen hat! Die ist eine einfache Milchbuchrechnung, die sich jedermann und –frau offenbart, welche wie ich tagtäglich an vorderster Bildungsfront steht.

    Colette Basler, Zeihen, Grossratskandidatin und Realschullehrerin Villmergen