• Mit diesem Zitat von Isaac Newton eröffnete Grossrätin Colette Basler die zweite ihrer beiden 1. August-Ansprachen im Bezirk Laufenburg. Sie nahm in ihren Worten Bezug zur Schweiz und ihrer Erfolgsgeschichte. Diese ist seit jeher geprägt von der Einwanderung. Wirtschaftliche und technologische Innovationen haben unser Land gross gemacht, viele treibende Menschen hinter diesem Erfolg haben ihre Wurzeln allerdings nicht in der Schweiz. Grundsteine für die Entwicklung sind Offenheit, Freiheit und Solidarität.

     

    In ihrer Rede an die Bevölkerung von Frick stellte Colette Basler fest, dass das Ausleben dieser Werte im Oberen Fricktal heute immer noch ein Erfolgsfaktor ist. Die Menschen nehmen Herausforderungen wie ein grosses Bevölkerungswachstum, eine angespannte Verkehrssituation oder die Eröffnung eines Asylzentrums an und suchen pragmatische Lösungen um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. In einer gelebten Demokratie gibt es immer wieder unterschiedliche Meinungen, umso wichtiger ist es, dass sich Orte wie Frick weiterhin ihre Brückenfunktion zwischen Neuem und Traditionellem, Gewöhnlichem und Ungewohntem, Bequemem und Pragmatischem wahrnehmen.

     

    Die erste Ansprache unserer Grossrätin stand ebenfalls im Zeichen der Mauern. Aus den angeregten Diskussionen um die Einzäunung des Mühliweihers im Ortsteil Kaisten erkannte Colette Basler ähnlich dem Beispiel in Frick das Streben nach Offenheit und Freiheit. Wer diese Werte ehrlich lebt, zeigt sich gesprächsbereit und weitsichtig im Hinblick auf die Harmonie und die Wertschätzung der Vielfältigkeit innerhalb einer Gemeinschaft. Beste Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie. Mit der mutigen Entscheidung die beiden Gemeinden Ittenthal und Kaisten zu fusionieren, hat die Stimmbevölkerung diesen Eindruck der Frau von «ennet dem Hoger» merklich bestätigt.

     

    Der Nationalfeiertag ist ein guter Anlass sich wieder einmal dieser wichtigen Werte in unserem Land bewusst zu werden. In Zeiten von Nationalismus und Abschottung müssen diese beinahe jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. Die von Colette Basler erwähnten Beispiele zeigen bestens auf, welcher Weg in eine erfolgreiche Zukunft der Schweiz und ihrer Demokratie führt.

  • Die Geschäftsleitung des Gesundheitszentrums Fricktal hat nach nur wenigen Wochen intensiver Planung ihren Entscheid für den Erhalt des Standorts Laufenburg bekanntgegeben. Unter dem Titel «Szenario 1 plus» bleiben im Spital Laufenburg künftig die 24h Notfallstation sowie die medizinische Abteilung erhalten. Ebenso soll das Angebot an Sprechstunden auf dem heutigen Niveau bestehen bleiben. Darüber hinaus plant die Geschäftsleitung zur Steigerung der Attraktivität alternative Leistungen in den Bereichen Palliative Care und Akutgeriatrie zu entwickeln.

     

    Unser Engagement mit den anderen Parteien, den Hausärzten und Engagierten aus der Lokalbevölkerung scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Bereits bei der Übergabe der 2164 Unterschriften für die Petition zum Erhalt des Spitals Laufenburg hat uns die Geschäftsführung versichert, dass unsere Besorgnis und die Anliegen ernst genommen werden. Der Entscheid für das erweiterte Szenario 1 werten wir diesbezüglich als Vertrauensbeweis.

     

    Obschon mit dem Entscheid am Standort Laufenburg neu keine operativ chirurgischen Behandlungen mehr vollzogen werden und damit einige Stellen verschwinden, müssen keine Arbeitnehmenden entlassen werden. Eine weitere grosse Sorge der SP bleibt damit glücklicherweise unbegründet. Nichtsdestotrotz stellt der neuste Entscheid nur einen Zwischenschritt im komplexen Veränderungsprozess des Gesundheitswesens dar. Mit der Revision des Spitalgesetzes und der neuen Vergabe der Leistungsaufträge warten weitere Herausforderungen auf den Standort Laufenburg. Unsere kantonalen Vertreterinnen, Elisabeth Burgener und Colette Basler haben diesbezüglich mit weiteren Grossräten eine Interpellation mit wichtigen Fragen eingereicht.

     

    Wie die Geschäftsführung des GZF in ihrem Communiqué richtig erkennt, entscheidet die Zusammenarbeit mit den Hausärztinnen und Hausärzten, den Heimeinrichtungen, den Spitexorganisationen und der Politik über den langfristigen Erhalt. Die Weiterentwicklung des Angebotes und die Sicherung der Grundversorgung im Oberen Fricktal wird nur funktionieren, wenn sich alle involvierten Akteure auf eine gemeinsame Strategie und funktionierende Kommunikation einigen. Die SP Bezirk Laufenburg ist bereit sich hierfür zu engagieren.

  • Das Co-Präsidium um Grossrätin Elisabeth Burgener (Gipf-Oberfrick) und Nationalrat Cedric Wermuth hat nach 4 Jahren am Parteitag in Bad Zurzach die Leitung der Kantonalpartei weiter an Gabriela Suter (Grossrätin, Aarau). Die Bezirkspartei Laufenburg bedankt sich insbesondere bei Elisabeth Burgener für ihre erfolgreiche Arbeit und die starke Vertretung unserer Region in der Geschäftsleitung (seit 2011). In einem vielfältigen Kanton mit diversen Regionen ist es äusserst bedeutsam, dass sich auch kleine, ländlich geprägte Bezirke in die politischen Diskurse und die Ausrichtung der Kantonalpartei einbringen. Mit der Wahl von Rolf Schmid (Mettauertal) in die Geschäfsleitung ist der Bezirk Laufenburg und das Fricktal auch weiterhin in der Kantonalpartei präsent. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Die Bezirkspartei freut sich darüber auch in den kommenden Jahren eine gute Verbindung zur Arbeit der SP Aargau zu haben und die Interessen der Landregionen in bester Weise vertreten zu wissen.