• Der Wahlsonntag vom 18. Oktober wird der Bezirkspartei in besonderer Erinnerung bleiben. Der SP Bezirk Laufenburg ist ein historischer Erfolg gelungen. Sie hat nicht nur ihre zwei Sitze aus eigener Kraft halten, sondern auch noch den Wähler*innenanteil um 1% auf nahezu 20% steigern können. Damit ist sie im Bezirk neu zweitstärkste Kraft hinter der SVP. Im kantonalen Vergleich hat der Bezirk Laufenburg knapp hinter Aarau den zweithöchsten SP-Wähler*innenanteil. Eine starke, vielfältige Liste hat diesen Erfolg möglich gemacht. Wir werten dieses Resultat aber auch als Anerkennung für die langjährige Arbeit unserer Partei an verschiedenen Themen.

    Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen, welche für uns geworben, Leser*innenbriefe geschrieben, gespendet, uns motiviert und uns schlussendlich gewählt haben, bedanken. Das erzielte Resultat ist ein grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung und wir werden auch in den nächsten vier Jahren wiederum unser Bestes geben. Wir werden uns einsetzen für alle statt für wenige, für eine solidarische Gesellschaft, für den Erhalt des Service public, für eine gute Bildung und für eine nachhaltige Entwicklung und für die Anliegen des Fricktals.

  • Die SP Bezirk Laufenburg lanciert gemeinsam mit der SP Bezirk Rheinfelden eine Unterschriftensammlung gegen die Aufhebung des Halbstundentaktes auf der Linie Basel-Zürich durch das Fricktal.

    Die Petition finden Sie hier.

    Einschränkungen für Pendler*innen und mangelhafte Kommunikation

    Die kurzfristige Aufhebung des Halbstundentakts auf der Linie Basel – Zürich (mit Halt in Rheinfelden und Frick) bedeutet für tausende Pendler*innen eine massive Einschränkung. Zudem werden damit ausgerechnet in der aktuellen Pandemie Ansammlungen von Reisenden gefördert, da diese sich auf eine reduzierte Anzahl Züge verteilen müssen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es die beiden Bezirksparteien umso mehr, dass die betroffenen Gemeinden und ihre Behörden äusserst kurzfristig und über die Medien über den Wegfall der Verbindungen informiert worden sind.

    Fehlplanung und unzureichende Investition verschlechtern Qualität

    Der Mangel an geschultem Fahrpersonal ist ein Resultat für die jahrelange Fehlplanung der SBB. Nun lassen sie einzelne Regionen (u.a. das Fricktal) für die Misswirtschaft der letzten Jahre bezahlen. Das ist inakzeptabel. Es ist befremdlich, dass sich die SBB dabei an den Herausforderungen der aktuellen Situation bedient um über die mangelhafte Personalplanung hinwegzutäuschen. In jüngerer Vergangenheit kam es auf dieser Linie auch vermehrt zu Verspätungen und Ausfällen, was sich mit unzureichenden Investitionen in Rollmaterial und Betriebsinfrastruktur erklären lässt.

    Abbau beim Service Public ist leider kein Einzelfall

    Für die SP Bezirksparteien steht dieser Schritt vielmehr symbolisch für eine Abbaupolitik beim Service Public. So schliesst zum Beispiel die Post immer mehr Filialen und entfernt sich weiter vom Kerngeschäft. Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Zugang zu technischen Hilfsmitteln erschwert sich der Zugang zunehmend. Dagegen wehrte sich die SP jüngst mit Petitionen und Vorstössen. Weitere Betriebe wie die Swisscom werden systematisch mehr und mehr dem Markt ausgeliefert und ausschliesslich auf Rentabilität getrimmt. Bürgerliche Politiker*innen zielen damit auf eine vollständige Privatisierung, d.h. ein Verkauf der Anteilsmehrheit des Bundes ab anstatt die von der Verfassung bestimmten Aufgabenfelder weiterzuentwickeln.

    SP fordert eine gerechte Lösung für die Engpässe

    Darum fordert die SP der Bezirke Laufenburg und Rheinfelden die SBB auf, für die personellen Engpässe bei den Lokführer*innen eine gerechte und zeitlich begrenzte Lösung ohne den Wegfall ganzer Zugverbindungen zu finden. Es ist nicht fair eine ganze Region dafür zu bestrafen. Weiter ist der Halbstundentakt für das Fricktal spätestens mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 wieder ohne Einschränkungen zu betreiben. Dabei steht auch der Kanton in der Verantwortung bei der SBB vorstellig zu werden und eine rasche Normalisierung einzufordern.

    Für die Zukunft braucht es Innovation & Nachhaltigkeit

    Die SBB müssen gerade im Hinblick auf die Klimakrise zusammen mit den Partnerbetrieben im öffentlichen Verkehr und mit Bund und Kantonen innovative Lösungen finden, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖV zu bewegen. Nebst den aktuellen Engpässen sind auch die Landregionen besser an die Hauptverkehrsachsen anzubinden.

    Bessere Arbeitsbedingungen & Umschulungsprojekte
    Zudem müssen die Bundesbahnen dafür sorgen, dass der Beruf als Lokomotivführer*in mit
    fortschrittlichen Arbeitsbedingungen und guter Bezahlung auch für junge Männer und Frauen
    attraktiver wird. Wir regen an, dass die SBB in Zusammenarbeit mit den regionalen
    Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) verstärkt die Umschulung von geeigneten Stellenlosen prüft.

    Mehr Wertschätzung und weniger Profitlogik
    Von der Politik erwartet die SP mehr Wertschätzung für den Service Public. Diese
    Dienstleistungen leben von und mit dem Personal. Es braucht genügend Ressourcen für
    Investitionen in eine nachhaltige Entwicklung mit dem Blick auf sämtliche Teile der
    Gesellschaft. Es ist die Aufgabe des Staates allen Menschen niederschwelligen Zugang zu
    Mobilität, Kommunikation und Technologie zu gewähren. Darum sind diese Bereiche der
    reinen Profitlogik zu entziehen. Öffentliche Dienstleistungen müssen nicht rentieren, zumal es
    nicht ihre Aufgabe ist mit Gewinnen anderweitige Steuerausfälle in der Staatskasse zu
    kompensieren. Nutzen und Wirkung sind darum über die Qualität der Angebote oder die
    Erreichbarkeit für alle Menschen und nicht ausschliesslich über Rentabilitätsfaktoren zu
    messen.

  • Die letzten Wochen und Monate haben eindrücklich aufgezeigt, welche Themen in unserem Alltag wirklich von Bedeutung sind. Allzu oft geraten diese in Politik und Gesellschaft aber trotzdem in Bedrängnis und erhalten zu wenig Aufmerksamkeit.

    Die SP im Bezirk Laufenburg nimmt deshalb den Wahlkampf in diesem besonderen Jahr zum Anlass um den Themen und Menschen dahinter eine kleine, aber feine Bühne zu geben. Gesundheitsversorgung, gute und sichere Löhne, starke Bildung und Klimaschutz stehen im Zentrum.

    Mit diversen Kleinveranstaltungen rollen wir dafür den roten Teppich aus und suchen auf diese Weise den Dialog mit der Bevölkerung.

    Mehr Informationen zu unseren Veranstaltungen finden Sie in der Agenda oder in unserem Leporello.