• Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Mehrheit der Fricktaler Postfilialen von
    der Bildfläche verschwunden sind, setzen nun auch die SBB auf Leistungsabbau beim
    Service Public. Anfang der Woche kommunizierten die Schweizerischen Bundesbahnen,
    dass sie per 01. Januar 2027 den Schalter am Bahnhof Frick schliessen werden. Für das
    ganze Fricktal bleibt also einzig der Bahnhofsschalter in Rheinfelden übrig. Die SP Bezirk
    Laufenburg kritisiert diese Entwicklung scharf.

    Präsident und Grossrat, Rolf Schmid, stellt klar: «Es muss nicht einfach alles beim Alten
    bleiben. Das Mobilitäts- und Kommunikationsverhalten der Menschen hat sich
    grundlegend verändert. Der Service Public muss modernisiert und neu gedacht
    werden.» Mit dem Umbau des Bahnhofs Frick zu einer regionalen Verkehrsdrehscheibe
    ergäben sich auch neue Möglichkeiten für den Service Public, gerade weil die Menschen
    in Zukunft noch stärker auf öffentliche Verkehrsmittel und neue Mobilitätsformen
    (z.B. Velo- und Carsharing, Ridepooling etc.) umsteigen sollen. Die Schliessung des letzten
    SBB-Schalters im Bezirk Laufenburg zeugt von wenig Gestaltungswille.

    Für die Bezirkspartei ist klar, dass sich mit der zunehmenden Digitalisierung der
    SBB Geschäfte auch die Bedürfnisse der Menschen verändern, aber der Verzicht auf die
    Dienstleistung vor Ort und in Person schliesst Teile der Gesellschaft aus, die mit dieser
    Entwicklung nicht Schritt halten können. Besondere Dienstleistungen wie
    Umbuchungen, Beratung oder Erstattungen lassen sich nicht immer so einfach online
    erledigen. Wer dafür künftig noch auf den Schalter angewiesen ist, muss nach Brugg,
    Aarau oder Rheinfelden reisen. Gerade Menschen mit kleinem Budget belastet das
    stark, denn die Preise sind beim öffentlichen Verkehr stärker angestiegen als die Preise
    generell.

    Die SP Bezirk Laufenburg ist überzeugt, dass man die gemeinsame, öffentliche und
    somit auch solidarische Lösungsfindung für die Fragen der Zeit nicht einfach aufgeben
    und privaten Gewinninteressen überlassen darf. Finn Wunderlin von der Bezirkspartei
    verortet im Kahlschlag bei den SBB darum auch einen Zeitgeist. «Herausforderungen
    werden immer weniger in grösseren Zusammenhängen betrachtet und nötige
    Veränderungen dem Individuum überlassen.» Diese Entwicklung ist äusserst
    bedauerlich und muss politisch bekämpft werden.

    Kontaktperson: Rolf Schmid, Tel. 079 486 62 11 oder rolfschmid@hotmail.co

  • Traditionell treffen wir uns in diesem Jahr wieder zur Fricktaler 1. Mai-Feier in Rheinfelden.

    Um 15:00 Uhr treffen wir uns mit den deutschen Kolleg:innen des DGB auf dem Inseli.

    Ab 16:00 Uhr beginnt die Feier beim Roten Haus.

    Wir freuen uns auf Ansprache von Samira Marti (Nationalrätin BL, Co-Präsidentin der Nationalratsfraktion), Selena Rhinisperger (Grossrätin und Co-Geschäftsführerin der SP Aargau) und Timón Garcia (Mitglied SP und JUSO Basel-Stadt).

    Daneben gibt es Musik vom Basler Sicherheitsorchester und feinen Risotto

     

  • Die SP Frick und Gipf-Oberfrick begrüsst die Entwicklung des Bahnhofareals, sieht im vorliegenden Erschliessungsplan zur Hinteren Bahnhofstrasse jedoch Anpassungsbedarf. Eine nachhaltige und gemeinverträgliche Verkehrsplanung muss Fuss- und Veloverkehr stärker priorisieren sowie attraktive Umsteigemöglichkeiten am Bahnhof schaffen.

    Bessere Flächenverteilung statt Konfrontation
    Die SP anerkennt den Zeitdruck hinter der Vorlage und bewertet die Entwicklung des gesamten Bahnhofareals insgesamt als positiv. Es ist ein gemeingültiges Anliegen, dass der Verkehr in der Gemeinde und insbesondere um den Bahnhof zirkuliert und nicht kollabiert. Vor diesem Hintergrund muss die Verteilung von Flächen und Prioritäten neu gedacht und gezielt vorangetrieben werden. Es braucht keine Konfrontation zwischen den verschiedenen Mobilitätsgruppen. Die SP unterstützt die Strategie, den Bahnhof Frick als regionale Verkehrsdrehscheibe zu etablieren, sieht jedoch im aktuellen Plan ungenutztes Potenzial. Die übergeordneten Grundlagen aus der kommunalen und regionalen Mobilitätsplanung hierzu sind eindeutig und zukunftsgerichtet. Die einzelnen Erschliessungs- und Infrastrukturprojekte in der Gemeinde müssen diese Zielsetzungen berücksichtigen und zu deren Umsetzung beitragen.

    Zukunftsorientierte Planung im Ziegeleiareal
    Das Ziegeleiareal bietet grosses Entwicklungspotenzial, das im aktuellen Plan zu wenig berücksichtigt wird. Die geplante rückwärtige Erschliessung des Bahnhofs darf nicht ausschliesslich auf eine Park+Rail-Nutzung ausgerichtet sein. Stattdessen sind die Parkierungsflächen darauf zu auszulegen, dass sie auch künftigen Mobilitätsbedürfnissen des Areals gerecht werden.

    Zeitgemässes Velo-Parking und Ortsbusse als attraktive Alternative
    Die geplante Zubringerstrasse entspricht nicht den eigenen Zielen einer siedlungsorientierten Mobilität und birgt das Risiko, den motorisierten Verkehr um das Bahnhofareal herum zu erhöhen. Um dies zu verhindern, fordert die SP eine spürbare Reduktion des motorisierten Individualverkehrs etwa generell durch attraktivere Umsteigemöglichkeiten und eine verbesserte Velo-Infrastruktur. Dazu gehört beispielsweise ein Velo-Parking mit abschliessbaren Abstellplätzen, Ladestationen für E-Bikes und einer Reparaturmöglichkeit. Zusätzlich zu Park+Rail müssen lokale Busverbindungen in die umliegenden Gemeinden (z.B. Oeschgen, Frick, Gipf-Oberfrick) gestärkt werden, um die Anzahl Fahrten aus diesen Ortschaften zu reduzieren. Solche Massnahmen entsprechen der Vision einer „15-Minuten-Gemeinde“, welche die SP nachdrücklich unterstützt.

    Fokus auf Fuss- und Veloverkehr senkt Kosten und fördert Mehrheitsfähigkeit

    Angesichts der angespannten Finanzsituation der Gemeinde müssen Infrastruktur auch mit Blick auf die politische Akzeptanz beurteilt werden. Investitionen in eine Parkierungsanlage, die vorwiegend Pendlerinnen aus den Nachbargemeinden nützt, erhöht den Eindruck der Zentrumslast, während die Förderung von Fuss- und Veloverkehr günstiger ist und der lokalen Bevölkerung zugutekommt.